Samstag, 19. Februar 2011

Wörter wie Schwerter

Katzen, Hunden, Schweinen und Eseln - um nur einige wenige zu nennen - werden häufig Eigenschaften wie hinterlistig, unterwürfig, schmutzig und störrisch zugeschrieben. Manch ein Zeitgenosse stellt, um einen Artgenossen zu entmenschlichen und zu beleidigen, daher gern einen Vergleich zwischen ihm und einem dieser Tiere her. Ein zweischneidiges Schwert - wie ich meine - dessen er oder sie sich da bedient. Die Beleidigung des Menschen steht dabei zunächst ganz offensichtlich im Vordergrund, aber nach einem Moment des Nachdenkens wird bewusst, dass gleichzeitig ein vollkommen unbeteiligtes Lebewesen ebenfalls erheblich verunglimpft wird und es stellt sich die Frage nach dem "Warum"!

Ein Mensch, der Tiere respektiert und toleriert, würde sich nie dafür hergeben, sie herabzusetzen und zu einem Schimpfwort werden zu lassen. Wer tierische Schimpfworte verwendet, kann kein Tierfreund sein! Setzt sich mit dieser Lebensform nicht ernsthaft auseinander. Fühlt sich ihr über- oder unterlegen und findet wohl auch nichts dabei, Produkte aus Mastbetrieben und Legebatterien zu kaufen. Oder ein Haustier aus einer Qualzucht in sein Heim aufzunehmen.

So jemand kann aber auch kein Menschenfreund sein! Wer sich über die (vermeintlichen) Schwächen oder Fehler seiner Mitmenschen aufregt, zeigt letztendlich nur, dass er sich selbst in seiner Gesamtheit nicht respektiert und achtet, sich selbst nicht annehmen und lieben mag. Ein achtsamer Umgang mit der Umwelt setzt immer einen achtsamen Umgang mit sich selbst voraus. Das eine funktioniert ohne das andere nicht oder nur unvollkommen!


Wir können alle dazu beitragen, dass das Leben auf Mutter Erde für jeden ihrer Bewohner zu einem einzigartigen Erlebnis wird.
Heute - morgen und für alle Zeit ...


Achten wir also uns und die uns umgebenden Lebensformen in ihrer Verschiedenartigkeit und machen uns bewusst: Gerade die Vielfalt der Arten und deren Verschiedenheit macht unseren Planeten so faszinierend und unser aller Leben bunt! Tragen wir dazu bei, dass es noch lange so bleibt und nehmen uns an Mizaru, Kikazaru und Iwazaru ein kleines Beispiel. Die drei Affen des Koshin-Glaubens  symbolisieren "nichts (Böses) sehen", "nichts (Böses) hören" und "nichts (Böses) sagen" und transportieren durch die Jahrhunderte die uralte Weisheit "Nur das zu betrachten, was gut ist, nur das zu hören, was gut ist und nur das zu sprechen, was gut ist". Gleichzeitig gemahnen uns diese Worte aber auch ein wenig mehr Zurückhaltung und Einfühlungsvermögen an den Tag zu legen.


Bildquelle "Die drei Affen von Nikkō" 
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Ich danke dir für deinen Eintrag @>->- und freue mich darauf ihn nachher zu lesen! Hab eine schöne Zeit, AnnaFelicitas