Mittwoch, 23. März 2011

Manekineko

Um Manekineko - der Glückskatze aus Japan - ranken sich viele Legenden. Eine der schönsten ist, wie ich finde, in der Fabel "Der Wink mit der Pfote" verarbeitet worden. Wer sie lesen möchte, findet sie hier. Um den Rahmen dieser Seite nicht zu sprengen, führt dieser Link auf die Zauberwesen-Homepage.

Der erhobenen Pfote kommen dabei unterschiedliche Bedeutungen zu. Hebt das Glückskätzchen die linke Pfote (wie oben im Bild) soll sie Kunden herbeilocken, erhebt sie ihre rechte Pfote sollen Reichtum und Glück der Weg gewiesen werden. In der anderen Pfote hält die "Rechtspfötlerin" dabei sehr oft eine goldene Münze, als ergänzendes Symbol für Wohlstand. Erhebt sie beide Pfoten soll sie Haus, Hof und Geschäft beschützen.

Wie bei allen guten Legenden, liegt auch der Ursprung um Manekineko im Nebel. Die meisten Japaner glauben aber an die Geschichte eines armen Mönches und seiner Katze Tama. Beide lebten im 17. Jahrhundert in einem etwas heruntergekommenen Tempel für den der Mönch zuständig war und um den er sich, allen Widrigkeiten zum Trotze, nach besten Kräften kümmerte. Seine oft sehr spärlich ausfallenden Mahlzeiten teilte er dabei stets mit seiner Katze. Eines Tages, ein Unwetter zog gerade herauf, ritt ein wohlhabender Fürst an dem Tempel vorbei. Gerade als sich dieser unter einen Baum stellen wollte, der Schutz versprach, sah er die Katze die ihn mit ihrer erhobenen Pfote heranzuwinken schien. Der Fürst verstand dies als Einladung und folgte der Katze in den Tempel. Kaum hatte er seinen Unterstand verlassen, schlug ein Blitz in den Baum ein. Die Katze rettete ihm also mit ihrer Geste das Leben. Voller Dankbarkeit veranlasste der Fürst, dass viele wohlhabende Leute den Tempel besuchten und so zogen sehr schnell Wohlstand und Reichtum in den Tempel ein. Um Tama zu ehren, wurde nach ihrem Tod eine Statue gefertigt, die wie sie, eine Pfote erhoben hielt. Natürlich sprach sich die Geschichte schnell herum und viele Leute wollten ebensolche Katzenstatuen in ihren Häusern aufstellen, um zu Glück und Wohlstand zu gelangen. 

Wohl weil männliche dreifarbige Katzen so selten sind, ist die dreifarbige Manekineko (Mi-Ke), als Zeichen des Glücks, in Japan ganz besonders beliebt. Es gibt sie aber auch in anderen Farben, denen unterschiedliche Bedeutungen zukommen: Weiß - Reinheit und positive Ergebnisse. Schwarz und Rot - Schutz vor Unglück und Krankheit. Gold - Wohlstand und Reichtum. Rosa - Liebe und Heirat. Grün - Gesundheit und gute Ausbildung. Silber - Wunscherfüllung. Schwarz - hält das Böse fern.

Vorbild für die kleinen Figuren, welche meist aus Keramik hergestellt werden, ist die Japanese Bobtail. 


Weitere Bilder dieser herrlichen Tiere
finden sich auf der Seite der Nordsternchen.

Kommentare:

  1. Liebe Anna,

    das ist sehr interessant, gleich zwei Legenden mit so positiven Schwingungen, das ist sehr erholsam all das zu lesen. Danke.

    Ich kann noch beisteuern, dass Nakamura in der Mitte des Dorfes heisst, also war das eigentlich ein Herr Mitteldorf.

    Liebe Grüße Rainer

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  2. Lieber Rainer,

    wie interessant! Vielen Dank für deine "übersetzerische Beisteuerung" ;)

    Alles Liebe
    Anna

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Ich danke dir für deinen Eintrag @>->- und freue mich darauf ihn nachher zu lesen! Hab eine schöne Zeit, AnnaFelicitas