Dienstag, 31. Mai 2011

Was(s)erleben




Wasser ist für jedes Lebewesen ein unverzichtbares Elixier und jedes Kind weiß, dass es "viel" trinken muss. Unsere feliden Freunde sehen das allerdings völlig anders, denn als Nachfahren von Wüstenbewohnern sind Katzen es gewohnt, ihren Flüssigkeitsbedarf nahezu vollständig über ihre Nahrung (Fleisch, Fleisch und nochmals Fleisch), zu decken.


Besonders bei einer Ernährung mit Trockenfutter muss eine Katze theoretisch die dreifache Menge des aufgenommenen Futters an Wasser zu sich nehmen. Das ist natürlich vollkommen unrealistisch und wird in der Praxis auch von keiner Katze umgesetzt!


Eine Katze die regelmäßig viel trinkt, ist praktisch immer eine kranke Katze und sollte umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden!


Obwohl Trinktipps also unnötig sind, möchten wir Ihnen an dieser Stelle trotzdem die unterschiedlichen Wasserstellen der Zauberwesen vorstellen, die wir im Lauf der Jahre geschaffen haben. Sie alle dienen und dienten uns dazu, den Lebensraum unserer Schnurrnasen abwechslungsreich zu gestalten und verhelfen Ihnen, sofern sie Trockenfutter füttern, vielleicht dazu, Ihren Katzen zusätzliche Trinkanreize zu bieten.


Frisches Leitungswasser wird von vielen Katzen verschmäht. Sie bevorzugen organisches (lebendiges) Wasser. Zudem verrät ihnen ihre empfindliche Nase mehr, als wir je erfahren werden. Wer weiß wie unser gutes Trinkwasser auf sie wirkt ... Bieten Sie einfach verschiedene Wasserarten an. Sie sind leicht selbst herzustellen und die Fellinger können sich aussuchen, was ihnen am besten mundet.


Füllen Sie ein Gefäß (1 - 2 l) mit Wasser, aus dem die Katze trinken kann. Dieses wird ab jetzt nur noch um die Wassermenge ergänzt, welche die Katze getrunken hat bzw. die verdunstet ist. Viele Katzen lieben abgestandenes Wasser. Statt eines Gefäßes können Sie auch einen Zimmerbrunnen aufstellen. Viele Katzen beobachten fasziniert wie das Wasser über den Quellstein sprudelt und trinken es manchmal auch gern. Von Plastiktrinkbrunnen möchten wir allerdings abraten. Stichwort Kinnakne. Hinzu kommt, dass deren Verarbeitung häufig zu wünschen übrig lässt und die Pumpen viel zu laut laufen. Keramikbrunnen gibt es in allen Größen und Farben. Mehr dazu am Seitenende.

 

 

Regenwasser. Auf jedem Balkon findet sich sicher eine Stelle für einen Auffangbehälter. Regenwasser ist zwar natürlich, Abgase in der Stadtluft aber nicht. Wir bieten es nicht an.



Energetisches Wasser oder auch Heilsteinwasser Füllen Sie über Nacht eine Karaffe mit Wasser, legen Sie eine Handvoll gut gewaschener Rohsteine (Rosenquarz, Bergkristall und Amethyst) hinein und füllen Sie am nächsten Tag das Wassernapf mit diesem Wasser. Mit dem Rest können Sie Ihre Grünlinge beglücken, denn die mögen dieses Wasser ebenfalls ab und zu, wie wir aus langjähriger Erfahrung wissen. Da die vorgenannten Steine Energien abgeben, müssen sie gelegentlich aufgeladen werden. Entladen und reinigen Sie die Steine ein- bis zweimal im Monat unter fließendem, lauwarmen Wasser und trocknen Sie sie ab. Tagsüber platzieren Sie den Bergkristall dann für ein einige Stunden in direktem Sonnenlicht oder nachts in einer Kristallgruppe. Amethyst verträgt diese Behandlung nicht! Er möchte sich in einer Amethystdruse, alternativ in einer Schale mit Amethysten, regenerieren. Rosenquarz wiederum, lädt sich nur zwischen Bergkristall und Amethyst wieder auf.
 

Verteilen Sie mehrere Keramiknäpfe oder -gefäße im Haus an verschiedenen Plätzen, aber nicht in der Nähe der Katzentoiletten oder der Futternäpfe und befüllen Sie sie täglich mit Ihren unterschiedlichen Wassersorten. Wassernäpfe sollten nicht neben Futternäpfen platziert werden, da Katzen in freier Natur nicht dort trinken, wo sie fressen. Bevorzugen Sie Näpfe aus Keramik. Manche Glasuren enthalten jedoch Giftstoffe, welche im Laufe der Zeit abgegeben werden. Mehr dazu am Seitenende. Plastiknäpfe gelten als Verursacher der Kinnakne, welcher nur schwer beizukommen ist. Außerdem lassen sie sich wegen ihrer porösen Struktur nur unzureichend reinigen. 
 

Lebendiges Wasser mithilfe von Pflanzen zu erstellen ist die vielleicht interessanteste Form und bietet Katzen zusätzlich eine Extraportion Abwechslung. Füllen Sie hierzu einen großen Bottich, ein Aquarium, eine Vase oder was Ihnen sonst so einfällt und setzen sie einige Wasserpflanzen ein. Füllen Sie nun Ihren Miniteich randvoll mit Wasser. Innerhalb weniger Tage entsteht so sowohl ein „kleines Miniatur-Biotop“, als auch eine interessante neue Trinkstelle. Aufgefüllt wird nur der verdunstete Wasseranteil.

Wählen Sie für Ihren Miniteich unbedingt einen Platz, an dem es nichts macht, wenn geplantscht wird, dadurch Wasser herumspritzt, oder auch kleine Wellen überschwappen. Wenn Ihre Katzen Spaß "am Wasser" haben, wird das passieren! Überlegen Sie sich daher gut, wie und wo Sie den Platz für Ihren Miniteich planen, ein Bassin mit 10 Litern hat schon ein schönes Eigengewicht. Das rückt man nicht mal eben so hin und her.

Richten Sie Ihrer Katze zusätzlich einen schönen Aussichtsplatz ein, von dem aus sie sowohl das Geschehen auf der Wasseroberfläche beobachten, als auch mit der Pfote eintauchen bzw. trinken kann.


Tipp: Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Miniteich nicht stundenlang intensiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist, sonst bilden sich sehr stark Algen aus. Im schlimmsten Fall kippt Ihr Teich und Sie können alles komplett entfernen und von vorn beginnen.


Natürlich kann man den Teich nicht sich selbst überlassen. Dafür ist er zu klein. Er muss gehegt und gepflegt werden. Fischen Sie daher regelmäßig abgestorbene Pflanzenteile heraus. Kontrollieren Sie auch, ob sich Mulch abgesetzt hat und entfernen Sie diesen. Sie können ihn einfach abkeschern. Reduzieren Sie dabei auch gleich allzu üppigen Pflanzenwuchs. Je nach Wasserzustand wird alle 4-6 Wochen ein Wasserwechsel fällig.


Hierzu ein Tipp: Legen Sie das eine Ende eines handelsüblichen Aquarium-Schlauches ins Wasser und nehmen Sie das andere Ende in den Mund. Nun saugen Sie vorsichtig Wasser an. Gehen Sie dabei nicht zu zaghaft, aber auch nicht zu stürmisch zu Werke, denn sonst haben Sie den Containerinhalt im Mund. Nehmen Sie das Schlauchstück aus dem Mund, halten Sie Ihren Daumen drauf und lassen Sie es dann in einen Eimer gleiten. Haben Sie alles richtig gemacht, läuft das Wasser nun aus dem Miniteich in den Eimer.


Ist die gewünschte Menge abgepumpt, können Sie den Schlauch einfach aus dem Teich herausnehmen. Wählen Sie den Schlauchdurchmesser groß genug, Können Sie sogar Mulch und kleine Pflanzenteile absaugen. Gehen Sie dabei mit Fingerspitzengefühl vor, damit der Schlauch nicht verstopft. Entfernen Sie nur ca. 2/3 des Wassers, denn so bleibt etwas vom Mikrokosmos übrig, der sich gebildet hat. Nun können Sie mit einer selbstgebauten Mulmglocke (Anleitung), den Kiesgrund - sofern vorhanden - reinigen. Füllen Sie Ihr Gefäß dann, nachdem Sie alles was nicht hineingehört entfernt haben, mit frischem Wasser auf.


Wenn Sie die Möglichkeit haben, eine Brunnenpumpe in Ihren Teich einzusetzen, dann sollten Sie dies unbedingt tun. Durch sie wird die Wasseroberfläche permanent bewegt. Dies sorgt für eine zusätzliche Bereicherung aller Katzensinne und tut auch dem Wasser und seinen Bewohnern gut!


Was Sie nicht tun sollten:

Bitte düngen Sie Ihren Miniteich auf keinen Fall! Die Verkäufer im Aqua-Shop erzählen Ihnen sicher etwas anderes, aber die wissen ja auch nicht, dass Ihre süßen Schnurrpelze eventuell daraus trinken werden. Pflanzen wie Wasserpest, Wasserlinse, Büschelfarn, Wassersalat usw. benötigen keinen Dünger. Sie werden wahrscheinlich eher erleben, dass Sie ständig Pflanzenteile entfernen müssen, weil sie so stark wachsen und/oder sich vermehren.



Abschließend noch eine kleine Bemerkung über unsere Zauberkater Titus und Mikesch. Die zwei haben sich ihre Trinkplätze ebenfalls selbst gesucht und uns schon vor über 30 Jahren das entdecken lassen, worüber wir heute geschrieben haben:

Titus hat am liebsten aus einem Brunnen getrunken, dessen Quellstein aus Lava komplett veralgt gewesen ist. Mikesch hingegen hat immer nur seine rechte Pfote in eine zinnerne Blumengießkanne getaucht und anschließend abgeleckt! Auch diese beiden Schnurrpelze sind nie, wer könnte es ihnen verdenken, an ihre eigentlichen Wassernäpfe gegangen.


~*~  

Mini-Teiche für Balkon, Terrasse und Garten
Miniteiche und Brunnen. Dekorativ - erfrischend - belebend 
Miniatur-Wassergärten

Teichbau-Profi * Garten-Atelier

Keramik im Hof * Attree Manor

Axel Steinbach (Glasuren-Info)

Zauberwesen-Homepage 2007, veröffentlicht auf Pagewizz 21.03.2010,
letzte Aktualisierung 14.04.2013

Kommentare:

  1. Liebe Anna,
    ein toller Artikel! Sehr anschaulich erklärt und für jeden Katzenbesitzer hilfreich. Deinen Zauberwesen wird ein Wasserparadies gleich der Karibik geboten. Die Sache mit den Steinen war sogar sogar mir neu. Du siehst, man lernt nie aus :-)
    Danke dir für diesen interessanten Bericht. Wenn ich darf, dann würde ich Teile davon gerne in meine Broschüre für zukünftige Kittenkäufer aufnehmen.
    LG Birgit

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  2. Liebe Birgit,

    fühl dich frei und nimm dir, was dein Herz begehrt ;)

    Danke für deine Begeisterung - sie geht runter wie Öl!

    Alles Liebe
    Anna

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  3. Das ist ein ganz toller Artikel, liebe Anna!
    Jeder Katzenbesitzer solte ihn lesen und Deine Tipps beherzigen.

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  4. Vielen Dank liebe Katinka, deine Zustimmung freut mich sehr!

    Alles Liebe
    Anan

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  5. Anna in diesen Seiten stehen so einige Sachen die mir neu sind und doch hilfreich..DANKE sagt das katerchen

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  6. Liebes Katerchen - wie schön, dass ich zur Abwechslung einmal dir etwas Neues erzählen konnte ;)

    Viele sonnige Feiertagsgrüße!

    Alles Liebe
    Anna

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Ich danke dir für deinen Eintrag @>->- und freue mich darauf ihn nachher zu lesen! Hab eine schöne Zeit, AnnaFelicitas