Sonntag, 24. Juli 2011

Heute möchte ich dir eines meiner Lieblingsgedichte vorstellen. Es ist beschwingt, erheiternd, ermutigend, es befreit und lädt zum Träumen ein. Und nach den Nachrichten der letzten Tage ist es zudem das reinste Balsam für wunde Seelen, denn es ist so unglaublich unverdrossen hoffnungsfreudig und lebensbejahend! 




Wie man ein Künstler ist
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Lass dich fallen.
Lerne Schnecken zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.

Mache kleine Zeichen, die "Ja" sagen
und verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.

Schaukel so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere "verantwortlich" zu sein. Tu es aus Liebe.
Mach viele Nickerchen.

Gib Geld weiter. Tu es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei.
Lache viel.
Bade im Mondlicht.

Träume wilde, phantasievolle Träume.
Zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert.

Kichere mit Kindern.
Höre alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein, sei frei.
Segne dich selbst.

Lass die Angst fallen.
Spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir.
Du bist unschuldig.

Baue eine Burg aus Decken.
Werde nass.
Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.

Originaltitel: How To Be An Artist
Susan Ariel Rainbow Kennedy
SARK


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Ich wünsche dir einen besonders schönen Tag und viel bunte, sich erfüllende Träume
Alles Liebe, Anna

AAPzM #29

 
29. Runde des Paradalis-Projekts!
Die Aussage der neunundzwanzigsten Woche lautet: "Am besten ist, man isst das EssZett" und stammt von Heike selbst.



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Noch viel, viel besser wäre es allerdings - bitte merkt auf ihr emsigen Rechtschreibreformer - wenn wir es (auf)bewahren würden, denn kein anderer Teil unseres Alphabets repräsentiert dermaßen dynamisch die Feinheit und Kraft unserer Sprache wie das, an eine sitzende Katze erinnernde, ... 

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