Donnerstag, 13. Oktober 2011

Wasser vs. Milch

Wasser ist DAS Getränk für Katzen. Auch wenn die Futtermittelindustrie uns, um neue Absatzmärkte erschließen zu können, etwas anderes vorzumachen versucht. Katzen können, wie übrigens auch viele Menschen, sobald sie entwöhnt sind, Milch nicht mehr vollständig verdauen, denn ihr Körper produziert das dafür notwendige Enzym Laktase (LCT) dann nur noch unzureichend oder gar nicht mehr. Die Aufgabe von LCT besteht darin, den in der Milch enthaltenen Milchzucker (Laktose) in die Einfachzucker Glukose und Galaktose aufzuspalten. Erst sie können nämlich vom Organismus über den Dünndarm aufgenommen werden. Unzerlegt duchwandert der Milchzucker das gesamte Verdauungssystem bis hin zum Dickdarm, wo er von den dort vorhandenen Bakterien aufgenommen und vergoren wird.  Bei diesem Prozess entstehen unterschiedliche Abfallprodukte*, die den pH-Wert verändern. In der Folge verändert sich dadurch der osmotische Druck und der Körper leitet als Abwehrmaßnahme vermehrt Wasser ein, was wiederum zu weichem Kot bis hin zu Durchfällen führt.

* Säuren, wie Milch- und Essigsäure und Gase, wie Kohlendioxid und Wasserstoff, aber auch Methan.

Kleine Ursache - große Wirkung! Die Folgen des Abbauversuchs von unverdaulichem Milchzucker können sein: schmerzhafte Blähungen, Krämpfe und Durchfälle, Übelkeit bis hin zum Erbrechen.  

Fermentierte Produkte wie normaler Joghurt, Quark und Käse enthalten, abhängig von ihrem Reifungsgrad, erheblich weniger Laktose als das Ausgangsprodukt Milch und werden daher meist recht gut vertragen.