Sonntag, 3. April 2016

Darauf muss mensch erst einmal kommen!

Da Küken im Ausland, bei Abwanderung der Brütereien eben dorthin, gleichfalls geschreddert würden, kann dies ebenso gut auch weiterhin im Inland erledigt werden ... Bis dann mal irgendwann (Sankt-Nim­mer­leins-Tag?) eine Alternative etabliert werden kann. Sagenhaft!

Der Artikel, in dem ich auf diesen Gedanken gestoßen bin, "Töten männlicher Tiere: Agrarminister Schmidt verteidigt Kükenschreddern" kann auf SPON nachgelesen werden. Ich möchte an dieser Stelle nicht näher auf ihn eingehen, sondern lieber einem anderen Gedanken folgen.

Meiner Ansicht nach dürfen wir die Politik getrost links liegen lassen. Außer dürftig getarnter Lobbyarbeit, das haben uns besonders die letzten Jahre gelehrt, ist von dort nichts zu erwarten.

Aber wozu auch warten? Wir können unser Leben in die eigenen Hände nehmen - wir sind erwachsen, oder nicht? - und unsere Wünsche bzw. Forderungen durchsetzen, indem wir unser Einkaufsverhalten gezielt einsetzen, um die Industrie zum Umdenken zu zwingen. Umgekehrt hingegen, wird niemand von uns gezwungen, auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Ausbeuterbetrieben Eier und Fleisch abzunehmen. Wer billig (bitte nicht mit 'günstig' verwechseln) kauft, kann nichts anderes als billig bekommen.

Es ist einfach, sich zu informieren und es ist noch viel einfacher, Genuss, Qualität und Lebensschutz an die erste Stelle der eigenen Prioritätenliste zu setzen. Was macht es, wenn ein Ei € 0,50 kostet und ein Kilo Hühnerfleisch mit € 15.00 bis 20.00 zu Buche schlägt, wenn dafür unsere Interessen und die des Huhns gewahrt würden? Wir sind was wir essen, gehen wir also bewusst einkaufen. So einfach ist das.

Letztendlich mache ich Politikern wie Christian Schmidt keinen Vorwurf, denn sie sind nur das Spiegelbild der Gesellschaft, die sie vertreten und durch die sie in ihre jeweiligen Positionen gewählt worden sind.

Fazit: Wer etwas ändern möchte, fängt bei sich selber an.


Kennst du schon:

- Die Bruderhahn Initiative Deutschland?

- Das Zweitnutzungshuhn? Ja, es ist ein fürchterliches Wort, doch die
   Idee dahinter ist (immer noch) Gold!
Zwei auf YouTube hinterlegte
   Filme erklären, was sich hinter diesem gewöhnungsbedürftigen
   Begriff verbirgt:

Huhn ist Huhn?

"Von Sulmtalern und Spitzhauben" erzählt der gleichnamige Film auf YouTube - Teil 1 - Teil 2 - Teil 3

Hochinteressant!


Das Beste wie immer zum Schluss - meine "Hühner-Favoriten"
Vieles muss zusammenkommen, bis so ein Küken "fertig" ist!












Kommentare:

  1. Hallo liebe Felicitas! Ich habe mich richtig doll gefreut, als ich deinen Kommentar gelesen habe. Schön, dass du auch heute noch Freude mit den fnnf-Bildern hast. Ich beginne seit diesem Jahr gerade erst wieder mit bloggen und habe leider nicht immer so viel Zeit dazu. Meine kleine Tochter hält mich mit ihren paar Monaten ganz schön auf Trab. ;-) Vielleicht wird es vom Projekt mal eine Neuaflage geben, aber da muss ich wirklich schauen. Bin derzeit froh, wenn ich mal einen Beitrag fertig bekomme.

    Zu deinem Beitrag hier: Den hast du sehr gut geschrieben und ich bin da gedanklich voll bei dir. Wir bekommen hier auf dem Land - Gott sei Dank - vom Nachbarhof unsere Eier (in der Monats-März-Collage siehst du ein Bild von den Eiern)und vom Landschlachter die Hühner. Die Eier sind sogar ziemlich günstig, da bezahlen wir nur 2,50€ für 10 Stk. Das letzte Suppenhuhn hat 20Euro gekostet. War aber auch kein Vergleich mit dem Billig-Sch*ß aus dem Supermarkt. Die Hühner haben hier jede Menge Auslauf, dürfen langsam wachsen und die Hähne werden mit groß gezogen. Da schmeckt einem Ei und Fleisch gleich viel besser. Liebe Grüße, Annika

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    1. Moin liebe Annika,

      wie schön, dich zu lesen. Ich freue mich auch!

      Ja, so ein winziges Wesen kann einen ganz schön in Anspruch nehmen, doch genieße diese Zeit. Sie ist viel zu schnell vorüber!

      Ein neues Projekt musst du gar nicht starten, ich schaue auch so gern bei dir vorbei, denn du hast immer sehr Interessantes zu berichten.

      Vielen Dank für die Blumen!

      Vielleicht liefert der Beitrag die eine oder andere Anregung, sich mit Hühner ganz allgemein zu beschäftigen. Meiner Erfahrung nach, geht man mit Vertrautem anders um, als mit Unbekanntem.

      Unsere Eier kommen ebenfalls direkt vom Bauern und wenn das einmal nicht möglich ist, von Alnatura oder einem Demeter-Hof. Ebenso Fleisch natürlich. Es schmeckt alles besser, ganz so wie früher in meiner Kindheit, die ich auf dem Land verbracht habe.

      Hab einen guten Start in die Woche, ich muss mich jetzt sputen :)

      Alles Liebe
      Anna

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  2. Sehr guter Artikel, der hoffentlich den ein oder anderen zum Nachdenken anregt. Von der Politik kann man da nicht viel erwarten - der Verbraucher hat es in der Hand, leider will der nur alles billig und noch billiger und denkt nicht drüber nach was das für die Tiere bedeutet.

    LG Soni

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    1. Danke dir, Soni. Ich hoffe es auch, denn ich bin davon überzeugt, dass Menschen ihr Verhalten ändern, sobald sie neue Erkenntnisse gewonnen haben.

      Billig ist am Ende immer (!) teurer. Darauf kommt irgendwann auch der letzte "Geiz ist g..l-Anhänger".

      Alles Liebe
      Anna

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Ich danke dir für deinen Eintrag @>->- und freue mich darauf ihn nachher zu lesen! Hab eine schöne Zeit, AnnaFelicitas