Sonntag, 15. Mai 2016

Schneeleoparden-Sonntag

Natürlich habe ich heute Morgen, gleich nach dem Zauberwesen-Frühstück, bei Luisa, Sagar und ihrem Nachwuchs vorbeigeschaut. Die Kleinen sind nun eine Woche und einen Tag alt und entsprechend munter. Möglicherweise öffnen sie jetzt ihre Augen und beginnen in den kommenden Tagen ihr Umfeld aktiver zu erkunden. Sie schlafen aber immer noch viel und das wird sich in der nächsten Zeit auch nicht so schnell ändern.

Da sich die Entwicklung der Katzen, egal ob Groß- oder Klein-, nicht gravierend unterscheidet und sich unsere LeserInnen außerdem bestimmt dafür interessieren, füge ich meinen zukünftigen Bildschirm-Schnappschüssen Auszüge aus der Babyseite unseres Juniors hinzu, die diesen Prozess beschreiben.


Quelle: NABU - Vergrößerung per Bildklick - Beste Darstellung im Vollbild (F11)


Die erste Woche im Leben eines Katzenwelpen:

Von der Anstrengung der Geburt ausgehungert, führt der erste Weg der Babys, nachdem sie von ihrer Mama gesäubert wurden, an die Milchbar. Durch Schnurren und Anstupsen animiert die Katzenmutter ihre Kleinen zum Trinken. Die Erstmilch (Kolostrom) enthält viele Antikörper, welche das Immunsystem der Kleinen stärken. Nach einigen Tagen wird dann die 'richtige' Milch gebildet.

Die Fünflinge (Anm. Junior und Geschwister) sind noch taub und blind. Sie orientieren sich daher über ihren Geruchs- und Tastsinn.

Ihr Wärmeempfinden lässt sie eng beieinander liegen. Würde sich eines der Babys zu weit von den anderen entfernen, würde es schlagartig auskühlen und in eine lebensbedrohliche Situation geraten. Deshalb sind die Welpen auch schon in der Lage innerhalb eines Radius von 50 cm in das Nest zurückzufinden. Liegen sie weiter entfernt, machen sie durch Schreien auf sich aufmerksam.

In dieser Zeit sind alle Welpen noch zu 100 % von der Fürsorge ihrer Mutter abhängig. Sie werden von ihr gesäugt, gewärmt, geputzt und gesäubert. Was die Kleinen aber schon ausgezeichnet beherrschen, ist der sogenannte Milchtritt. Durch ihn wird die Milchproduktion angeregt.



Quelle: NABU - Vergrößerung per Bildklick - Beste Darstellung im Vollbild (F11)


Nachmittags verließ Luisa für wenige Minuten die Wurfkiste und sofort kuschelten sich die Jungen ganz eng zusammen (s. o.). Das auf sie fallende Licht verriet durch seinen roten Schimmer, dass sich über ihnen eine Wärmelampe befindet, so dass Luisa auch eine längere Pause hätte machen können. Sie kehrte jedoch - wie jede fürsorgliche Kätzin - schnell wieder zurück.

Während sich das eine Junge von ihrer Ankunft nicht stören ließ und weiterschlief, wurde das andere tüchtig geputzt. Schließlich krabbelte es an Mamas Bauch und begann kräftig zu saugen.






Die Webcam im Neunkircher Zoo ist eine Aktion des NABU
Und hier geht's zum Schneeleo-Tagebuch des NABU


Für die Erlaubnis, Bildschirm-Fotos der Webcamübertragung veröffentlichen zu dürfen, danke ich dem NABU-Patenteam sehr herzlich!

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Ich danke dir für deinen Eintrag @>->- und freue mich darauf ihn nachher zu lesen! Hab eine schöne Zeit, AnnaFelicitas