Samstag, 18. Juni 2016

Kurz vor Absprung

Die Minileos werden von Tag zu Tag aktiver und interessieren sich zudem sehr für das, was außerhalb ihres Nestes geschieht. Verlässt Luisa dieses, dauert es gar nicht lange und die Geschwister hängen an den Rändern und schauen ihr aufmerksam hinterher. Manchmal wirkt es, als würden sie schon bald den großen Sprung in die Tiefe wagen.


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Das spürt natürlich auch Luisa und sobald eines ihrer Kleinen zu wagemutig wird, kehrt sie sogleich zurück, um den betreffenden Fratz sanft zurückzustupsen. Meist verbindet sie dies mit einer zusätzlichen Streicheleinheit, indem sie einige Male mit ihrer Zunge über das Fell des Welpen fährt.

Liegt sie mit im Nest und eines der Kitten (zumeist ist es der Leojunge) strebt allzu energisch zum Rand, erhebt sie sich sogleich, um ihn mit ihrem Fang im Nackenfell zu greifen und dorthin zurückzuziehen, wo es ihr sicherer erscheint. Das hält den kleinen Entdecker jedoch nicht davon ab, es im nächsten günstig erscheinenden Moment erneut zu versuchen.

Hinter ihrem Bruder steht die kleine Leoline in Sachen "Ausbruch" in nichts nach und wenn ich sie beobachte, habe ich regelmäßig das Gefühl, dass sie wohl als erste von den beiden über den Rand nach draußen klettern wird.


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Am schönsten ist es jedoch, mit Mama zu kuscheln und zu rangeln. Und das tun die Kleinen inzwischen mit großer Ausdauer. Luisa, so scheint es, hat ebenfalls viel Spaß an diesen Aktivitäten, denn sie macht nicht nur jedesmal mit, wenn eines der Kitten damit beginnt, sondern fordert ihre Kleinen immer wieder zum Spiel und Schmusen auf.


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Katzenmütter bei der Aufzucht ihrer Jungen zu beobachten, ist für mich immer ein ganz besonderes Vergnügen, denn es gibt kaum eine Tiermutter, die sich so intensiv mit ihren Jungen beschäftigt, wie Katzen es tun.

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Die vierte Woche im Leben eines Katzenwelpen (Auszug aus der Babyseite unseres Juniors):

Soziales Verhalten steht regelmäßig auf dem Stundenplan und alle Knuffelmäuse (Anm. Junior und Geschwister) sind eifrige Schüler. Obwohl sie noch sehr tollpatschig wirken, und es auch noch keine Anzeichen dafür gibt, dass sich hier elegante Samtpfoten entwickeln, üben die Babys Fähigkeiten, welche sie später dringend benötigen. Angriff und Verteidigung lassen sich schon beobachten, ebenso Flucht und Verfolgung. Die Ausflüge aus der Wurfkiste heraus führen weiter als zuvor. Erste feste Nahrung wird gekostet und was eine Katzentoilette ist, wissen alle längst. Die Kitten werden jetzt langsam und ganz allmählich entwöhnt, bis mit der 8./9. Woche endgültig Schluss ist und Mamas Milchquelle versiegt.


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Auch allein ist jedes der Kitten sehr beschäftigt und übt fleißig Fähigkeiten (s. o.), die es in seinem späteren Leben gut gebrauchen kann. Der kleine Kater tut sich dabei schon jetzt, auch wenn er noch nicht sicher laufen kann, mit kleinen Sprüngen hervor, was ungeheuer niedlich aussieht, während seine Schwester lieber an der hinteren Wand der Box herumkraxelt oder ihr Köpfchen weit über dem Rand der Box reckt. Dabei streckt sie jetzt auch immer ein Pfötchen aus, um zu prüfen, ob es Bodenkontakt bekommt. Die Kleine wird sicher nicht mehr lange brauchen ...


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Wenn ich es richtig beobachte habe, dann interessieren sich die Welpen jetzt auch schon für die kleinen Brocken Fleisch, die ihnen von ihrer Mutter angeboten werden. Ob sie sie essen oder nur auf ihnen herumkauen oder mit ihnen spielen, konnte ich nicht ausmachen. Dazu ist die Bildübertragung leider nicht scharf genug. Da andere Katzenwelpen in diesem Alter, neben der Muttermilch, aber schon fleischliche Kost zu sich nehmen, gehe ich davon aus, dass es bei den Schneeleos nicht anders sein wird.


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Die fünfte Woche im Leben eines Katzenwelpen (Auszug aus der Babyseite unseres Juniors):

Alle Sinne der Babys sind nun endgültig entwickelt. Mit der Koordination der Bewegung klappt es zwar nocht nicht so perfekt, Katzenwelpen sind aber, wie wir wissen, eifrige Schüler und so üben die kleinen Schnurrpelze miteinander, aber auch jedes für sich allein - vielleicht mit einer Maus - unermüdlich weiter. Sozialverhalten ist auch weiterhin das A und O, frei nach dem Motto Was Kätzchen nicht lernt, lernt Katze nimmer mehr. Das Spiel mit Geschwistern beeinflusst jedes Kätzchen positiv und sorgt dafür, dass sie anderen Katzen gegenüber später ein entspanntes Verhalten an den Tag legen.


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Spielt Luisa mit ihrem Sohn, geht es jetzt manchmal schon ganz schön zur Sache. Ihrer Tochter gegenüber verhält sie sich erheblich sanfter. Diesen individuellen Umgang mit ihren Kindern konnte ich schon bei vielen Katzen beobachten. Schön, dass es bei Panthera uncia ebenso ist!


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Die letzte Augenuntersuchung der Leoline ist gut verlaufen: Ihre Hornhautentzündung geht deutlich zurück und ihre behandelnde Tierärztin ist vorsichtig optimistisch. Ich freue mich nicht nur riesig über dies guten Nachrichten, sondern hoffe auch weiterhin, dass das Leomädchen um eine Augen-OP herumkommen wird!





Die Webcam im Neunkircher Zoo ist eine Aktion des NABU
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Für die Erlaubnis, Bildschirm-Fotos der Webcamübertragung veröffentlichen zu dürfen, danke ich dem NABU-Patenteam sehr herzlich!